GLOSSAR & LEXIKON |
Unser Arbeitsalltag wird von vielen Fachbegriffen geprägt. Diese Rubrik soll Ihnen einen kleinen Überblick über eine Vielzahl von Begrifflichkeiten vermitteln, die im weiten Themenbereich der industriellen Teilereinigung Anwendung finden. Allerdings erhebt die vorliegende Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder 100%-ige Exaktheit! A B C E F G K M O P S T V Z Bitte wählen Sie einen Anfangsbuchaben aus. A ADR Abkürzung für „accord européen relatif en transport international des marchandises dangereuses par route“. Internationales Abkommen über den Transport gefährlicher Güter auf der Straße. Aerosol Gas mit Schwebstoffen aus feinstverteilten Flüssigkeiten (Nebel) und/oder feinstverteilten festen Stoffen (Rauch). Tritt beim Spritzlackieren auf. Dabei liegen neben den dampfförmigen Anteilen, Lacktröpfchen unterschiedlicher Größe vor, die das gesamte Spektrum des eingesetzten Beschichtungsstoffes enthalten. Aerosole sind atembar und lungengängig, sodass gesundheitliche Schäden hervorgerufen werden können. AGW Dieser Begriff steht für den Arbeitsplatzgrenzwert und ersetzt die bisherige "Maximale Arbeitsplatz-Konzentration" (MAK-Wert). Amine Ihre puffernde & filmbildende Wirkung wird genutzt, wenn sie in wässrigen Systemen als Korrosionsinhibitoren für Eisenmetalle eingesetzt werden. ATEX Steht für die "Atmosphère Explosible" und wird als Synonym für die EU-Richtlinien für den Explosionsschutz, der ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG und die ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG, verwendet. Zweck der Richtlinie ist der Schutz von Personen, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. B Beizen, Abbeizen Unter Beizen versteht man das Entfernen von alter Farbe, Lack etc. durch Verwendung von sog. Abbeizmitteln, Schleifpapier, einer Heißluftpistole und/oder mit Schabern und Kratzern. Abbeizmittel oder Abbeizer werden zum Entfernen alter Oberflächenbeschichtungen benutzt. Häufig enthalten Abbeizer noch chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, als Lösemittel. Moderne, umweltschonende und biologisch abbaubare Abbeizer sind in ihrer Abbeizwirkung als deutlich langsamer einzustufen. Achtung: Beizen ist für die Pistolenreinigung absolut tabu! BetrSichV Steht für Betriebssicherheitsverordnung. Sie regelt in Deutschland die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch den Arbeitgeber, die Benutzung von Arbeitsmitteln durch die Beschäftigten bei der Arbeit sowie den Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen im Sinne des Arbeitsschutzes. Bilge Die Bilge definiert den untersten Raum eines Schiffes, den Bereich unterhalb des Motors, zwischen dem begehbaren Boden des Maschinenraumes und dem Schiffsboden. Unter entsprechenden Abdeckungen / Platten sammelt sich das Leckwasser z.B. aus unvermeidbaren Undichtigkeiten im Bereich der Antriebswellendichtung, Schmutzwasser, Öl- und Kraftstoffreste. Bilgenentöler(boot) Schiff zur Übernahme und Entsorgung von ölhaltigem Bilgewasser aus dem Maschinenraum sowie weiterer Abfälle von Binnenschiffen. Das Bilgewasser ist ein Wasser-Öl-Gemisch aus der sogenannten Bilge. Bilgenwasser Der Begriff definiert das in der Bilge angesammeltes Öl-Wasser-Gemisch aus Leck-, Kondensations- und Spülwasser, durchsetzt mit Öl- und Schmierstoffen C ChemVOCFarbV steht für "Chemikalienrechtliche Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) durch Beschränkung des Inverkehrbringens lösemittelhaltiger Farben und Lacke" (Lösemittelhaltige Farben- und Lack-Verordnung) E Explosionsschutzdokument Beschreibt die angemessenen Vorkehrungen, um den Explosionsschutz sicherzustellen. Die rechtliche Grundlage bildet der § 6 der BetrSichV. Wenn der Anlagenbetreiber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung (§ 3 BetrSichV) ermittelt hat, dass die Entstehung einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre nicht sicher verhindert werden kann, dann hat er für die Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes zu sorgen. F FA MO Steht für den Fachausschuss "Metall und Oberflächenbehandlung" der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Dieser Fachausschuss zeichnet u.a. für folgende Sachgebiete verantwortlich, die mit dem Tätigkeitsfeld von Safetykleen direkt oder indirekt zu tun haben: FiT FiT steht als Abkürzung für den Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. und repräsentiert Lieferfirmen, Anwender, Beratungs-, Planungs-, Engineering- und Serviceunternehmen, wissenschaftliche Institute und Fachverbände für diesen Industriebereich. Sein Ziel ist die Wahrnehmung und Förderung der allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder. G Gefahrstoffe Werk-, Betriebs- oder Hilfsstoffe, die ein besonderes Gefahrenpotenzial aufweisen. Gefahrstoffe umfassen gefährliche Stoffe oder Zubereitungen, die beispielsweise giftig, ätzend oder reizend sind. Zu erkennen sind sie zumeist am Gefahrensymbol: orangenes Feld mit schwarzem Piktogramm, z.B. Flamme für entzündlich, Totenschädel für giftig etc.. Sie sind immer durch einen oder mehrere Gefahrenhinweise gekennzeichnet. GefStoffV Abkürzung für Gefahrstoffverordnung und dient zum Schutz vor gefährlichen Stoffen K Kaltreiniger Kaltreiniger sind Flüssigkeiten (Zubereitungen), die zum Entfetten und Reinigen bei Raumtemperatur verwendet werden. Korrosionsinhibitoren Falls z.B. Teile aus Aluminium mit einer stark alkalischen Lösung in Berührung kommen, sind Korrosionsschäden die Folge. Dem Reinigungsmittel werden deshalb sog. Korrosionsinhibitoren wie z.B. Silikate, Amine zugesetzt. M MAK Steht für Maximale Arbeitsplatz-Konzentration von Gasen, Dämpfen und Stäuben am Arbeitsplatz, z.B. Lösemitteldämpfe in und um Spritzkabinen. Der Wert drückt die Höhe der Partikel-Konzentration an einem Arbeitsplatz aus. Wird gemessen in der Menge der im Luftvolumen befindlichen Stoffe und wird angegeben in mg/m³ und/oder ml/m³ (ppm). Je höher dieser Wert pro Stoff ist, desto höher sind auch die Anforderungen an den Atemschutz. O Overspray Als Overspray bezeichnet man bei Spritz- und Sprühapplikationen den Anteil des verspritzten Mediums, der nicht auf das Werkstück und somit in die Umgebung gelangt. P pH-Wert Die Maßzahl pH-Wert gibt im Zusammenhang mit der Reinigung an, wie sauer oder alkalisch eine Reinigungslösung ist. Der pH-Wert kann von 0 (extrem sauer) bis 14 (hochalkalisch) reichen. Ein pH-Wert um 7 gilt als "neutral". pH-Werte unter 7 werden daher als "sauer", über 7 als "alkalisch" bezeichnet. Phosphate Phosphate sind die Salze der Phosphorsäuren und nicht biologisch abbaubar. Sie haben die Fähigkeit, die sog. Härtebildner des Wassers (Calcium und Magnesium) "komplex" zu binden (Komplexbildner). Hartes Wasser wird durch Anwesenheit von Phosphaten sozusagen scheinbar weich. Nicht ausreichende Abbindung von Wasserhärte führt zu den allgemein bekannten Verkalkungen sowie zu Ablagerungen auf dem Reinigungsgut. Zusätzlich besitzen sie eine ganze Reihe weiterer reinigungstechnisch günstiger Eigenschaften: eigene Reinigungsaktivität, das Emulgier- und Dispergiervermögen für abgelöste Schmutzpartikel (Schmutztragevermögen), eine Wirkungssteigerung in Verbindung mit anderen Reinigungsmittelbestandteilen sowie eine hervorragende Ab- bzw. Ausspülfähigkeit. Letzteres ist insbesondere bei der Beurteilung des Rückstandsverhaltens von Reinigungsmitteln von Bedeutung. S Silikate Silikate sind natürliche Mineralien, die auch in großen Mengen in der Natur vorkommen. Sie sind als Korrosionsinhibitoren für Aluminium weit verbreitet eingesetzt (Beispiel: Natriummetasilikat). T Teilereinigung Gewerbliche und industrielle Teilereinigung beschäftigt sich mit der Entfernung unerwünschter Schichten von den zu reinigenden Teilen, um die Qualität von Folgeprozessen wie etwa Farbbeschichten, Galvanisieren, Härten etc. sicherzustellen. Tenside Wenn von waschaktiven Substanzen, Seifen, Detergentien oder grenzflächenaktiven Stoffen die Rede ist, dann meint man eine Gruppe von Stoffen, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen können. Sie lösen Fett sowie Schmutz von der Oberfläche und überführen diese Komponenten in das Wasser. V VOC kürzt den englischsprachigen Begriff für flüchtige organische Verbindungen ab und steht für “Volantile Organic Compounds“ Z ZVO
Die moderne Oberflächentechnik und hier in erster Linie die Galvanotechnik hat sich in den letzten Jahren zur wichtigen Schlüsselindustrie mit zunehmender volkswirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung entwickelt. Sie ermöglicht die zuverlässige Funktionalität unterschiedlichster Bauteile - und vermeidet jährlich Korrosions- und Verschleißschäden in vielfacher Milliardenhöhe. |
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